Einsame Wacht

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Oh what a day...

Heute waren wir mal wirklich spät dran, was bedeutete, dass wir erst um 08:05 Uhr die Klinik betraten.
Bis kurz vor neun rannte dem entsprechend die Zeit, denn heute, wie jeden Dienstag, kam mein Patient für die Studie.

Ihm geht es gut, die Krankheit ist weiterhin stabil, alles lief ein wenig verlangsamt, aber effektiv nach Plan.
Ich habe einen Raum besorgt, damit meine Kollegin das EKG schreiben konnte, habe die Blutproben aufbereitet, damit sie versandt werden konnten, und ich habe die schnelle Blutanalyse abholen wollen, damit meine Ärztin mir sagen konnte, dass wir den neuen Zyklus starten können.

Soweit so gut, dachte ich mir, da ich auch gleich noch unseren neuen Kollegen mitgenommen hatte, damit er mal den Studienalltag am Patienten kennenlernen kann.
Das Blutbild ließ noch auf sich warten, daher bin ich wieder die Etage nach unten gegangen und machte mich auf die Suche nach meinem Patienten, damit wir in der Zwischenzeit schon mal ein EKG schreiben könnten. Aber nicht nur er war nicht auffindbar, auch meine Kollegin und das Gerät für die Aufzeichnung waren verschwunden.
Stattdessen war ein anderer Arzt in dem eben noch occupierten Zimmer.
Er würde umgehend Platz machen, wenn er die Knochenmarksbiopsie erledigt hätte.
Auf dem Flur stand ich noch einen Augenblick planlos herum, das Glas Wasser für meinen Patienten schon in der Hand, da sah ich meine Ärztin, wie sie, auch mit einem Glas Wasser bewaffnet, in das nächste Behandlungszimmer huschte.
Dort fand ich auch meinen Patienten, meine Kollegin und mein EKG-Gerät. Die Blutwerte lieferte ich nach.

Meine Ärztin erklärte mir dann freudestrahlend, dass sie mir gestern abend noch eine Studie zugeschustert hätte. (Ich weiß immernoch nicht mehr als das.)

Den Rest des Tages widmete ich mich der normalen Dokumentation, hielt zum Feierabend noch einen kleinen Schnack, und kam so verspätet aus der Klinik.

Wäre nicht so ärgerlich gewesen, wenn mein Schatz nicht heute noch zum Arzt gemusst hätte, und  ich deshalb versprochen hätte, dass ich koche.

Auf dem Weg nach Hause habe ich noch schnell in der Sparkasse einen Kontoauszug gezogen und Geld abgehoben, bin weiter und auf dem Weg Richtung Heimat durch zwei Buchläden getingelt. Mein Vater kommt am Freitag abend und hat Samstag Geburtstag. Neben Geschenken für Ihn stieß ich auf den Herrn der Ringe als Hörbuch, und fachsimpelte noch mit der Verkäuferin, welche Version denn vertont worden wäre.
(Die Neue, somit hatte sich die Überlegung, 79 Euro für den Spaß auszugeben, erledigt.)
Dann wollte ich die Geschenke wegpacken.

Aber mein Rucksack war nicht da.
Panisches Laufen durch die Fußgängerzone: Sparkasse leer, erster Buchladen leer, die Verkäuferin meinte noch "ich dachte, Sie hätten ihn über eine Schulter getragen, als Sie den Laden verließen?" (Wie sich herausstellte, eine reine Schutzbehauptung.)
Wieder in den zweiten Buchladen, wieder zurück zur Sparkasse, nirgends etwas zu finden.
Also bin ich, weil mir die Sache keine Ruhe ließ, mit dem nächsten Bus zur Arbeitsstelle gefahren, und siehe da: dort stand mein Rucksack, still und heimlich auf seinem Platz.

Als ich dann, fertig mit den Nerven, endlich in der Küche stand, kam auch schon mein Schatz heim.
Wir haben uns dann das erste mal gezofft. Denn ich hatte, für den Spannungsbogen, auch bei der Erzählung ihr gegenüber mit meinem Arbeitstag angefangen, und gerade als ich bei dem Punkt war, dass ich das Geschenk für meinen Vater gekauft hätte, platzte ihr der Kragen: Ich solle mich lieber auf die "gerade anbrennende" Essen konzentrieren. ... Woraufhin mir die Hutschnur riss, weil ich ja just in diesem Moment zum Höhepunkt und dem Grund kommen wollte, wieso das Essen noch nicht fertig war.

Inzwischen ist alles geklärt und es tat uns beiden leid. Trotzdem eher ein Tag zum Vergessen.

17.1.12 22:20
 


bisher 2 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Öhrchen (18.1.12 19:24)
Ja, ja. So ist das im Eheleben ... ähm ... gemeinsamen Leben. Nicht immer alles Friede-Freude-Eierkuchen. Aber ihr habt es ja geklärt ;-)

Aber alles in allem wirklich ein zu vergessender Tag.
Hier gibts übrigens nur zu vergessende Tage. Nervenschmerzen sind toll *augenroll*

elfische,orkische, und wutzische Grüße in den tiefen Süden


JT (23.3.12 22:08)
Hab ich schonmal erwähnt das die neue Übersetzung eigentlich besser als die alte ist? Zumindest bis auf ein einziges Wort ... dummerweise taucht dieses eine lästige Wort sehr sehr oft auf, und es ist so dermaßen störend das ich jeden verstehe der die alte Übersetzung mehr schätzt ...

also, wenn man sich im Kopf dieses eine Wort wegdenkt und stattdessen das Wort benutzt das im englischen Original an der Stelle sehen würde, ist die neue Übersetzung einfach mal deutlich besser, weil genauer ...

Die alte Übersetzung für dieses eine Wort find ich allerdings auch nicht wirklich toll, es trifft nicht wirklich den Charakter des englischen Begriffs, ist aber wenigstens nicht so störend und deplaziert wie das neue Wort.

Manche Begriffe sollte man einfach nicht übersetzen, zumal der englische Begriff meiner Meinung nach geläufig genug sein sollte um ihn stehen zu lassen ...

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