Einsame Wacht

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Hochzeitsterminvergabeverfahren

Ansich wollten wir am 15.09. diesen Jahres heiraten. Aber das ist ein Samstag und da sind schon alle Termine ausgebucht.

Also haben wir uns überlegt... 

... wir waren ja letztes Jahr auf Hof Schleiersbach in Fränkisch Crumbach zum Barbeque, dieses Jahr bieten sie gleiches wieder an, und der erste Termin, an dem noch etwas frei ist, wird der 22.09. sein. Also heiraten wir nun am 21.09. und feiern dann am nächsten Tag mit allen Verwandten einfach weiter.

Guter Plan, nun muss nur noch das Standesamt mitmachen, wir werden sehn.

3.5.12 22:41


Dümmer geht´s nimmer

Manche Leute...

irgendwie sind es immer die selben, über die man sich aufregen muß.
Heute rief mich meine Chefin an: "Am Montag stand der Kühlschrank mit Deiner Medikation sperrangelweit offen." -- Das meldet sie mir heute. So viel zur kompetenten Leitung einer Studienzentrale.

Keine Angst, die Medikamente werden nicht mehr benötigt, und werden spätestens im kommenden Monat durch neue ersetzt. Aber das wußte sie ja nicht.

 

Aber noch besser war gestern meine Kollegin, die dumme unverschämte Idiotin. Was soll ich anderes sagen?
Ich gebe ihr eine Dokumentation, die ich gemacht  habe, und sie erklärt mir dass ich einen Fehler gemacht hätte. Daraufhin begründe ich ihr anhand des Manuals, dass ich richtig gearbeitet habe. Sie will es nicht einsehen, also zucke ich mit den Schultern und weise sie darauf hin, dass ich es ihr erklärt hätte, und wenn sie es besser wisse, solle sie danach verfahren. (In was für einem Kindergarten bin ich bitteschön, dass ich mich mit Leuten rumärgere, bei denen ein Hirnschlag ein Schlag ins Leere ist?)

Kurz darauf kommt sie also angetapert, das alles spielt schon letze Woche Freitag, und fragt, ob ich nicht mal die Administratorin zur "Schlichtung" anrufen könne.

Die Administratorin hat mir das ganze brav schriftlich zukommen lassen, weil ich ihr gesagt hab, dass auf mein einfaches Wort eh keine adäquate Erkenntnis bei meiner Kollegin einsetzen könne.

Gestern also bekomme ich eine Mail von meiner Kollegin, ich stehe nur im cole copy, sowie unsere Chefin (Ja, die geniale Leiterin, die mich heute über den Kühlschrank informiert hatte) und der Professor, auf dessen Kosten ich auf dem Kongress war.
Ok, meine Kollegin ist nicht gebürtig deutsch, aber sie lebt seit Jahren, wenn nicht Jahrzehnten hier. Sie spricht auch "einwandfrei". Aber was sie da geliefert hat, spricht meiner Meinung nach auch nicht für einen Mangel an Fremd-Sprachverständnis, sondern für einen Mangel der Fähigkeit, die eigenen Gedanken lange genug festzuhalten, um sie auf Papier, oder eben in eine Mail zu bekommen.
Egal, die Administratorin hat ihr brav geantwortet und hat nochmal gesagt: "Ja, der Turamarth hat recht."
Also hat sie nochmal nachgehakt, und wieder die selbe Antwort bekommen: "Es ist aber so, wie der Turamarth sagt, und wie es hier in dem Handbuchzitat zu erkennen ist (das selbe, das ich auch vorgelegt hatte)."
Wieder konnte es meine Kollegin nicht einsehen, um dann noch zu schreiben, dass sie deshalb nicht auf das Angebot, ein klärendes Telefonat zu führen, einginge, weil dieser Mailaustausch unbedingt von ihrer Chefin gelesen werden solle.
Die Administratorin hat sich Zeit mit einer Antwort gelassen. Ich denke, um eine Formulierung zu finden, die für dumme Menschen ausreichend bauchpinselnd ist, dass sie das Gefühl haben, selbst der dümmste Furz den sie lassen, könnte als nobelpreisverdächtiger Geistesblitz gewertet werden, so dass man dann hoffentlich ein Einsehen forcieren kann.
(Dass in der ganzen Zeit weder meine Chefin noch der Professor eingegriffen und meiner Kollegin zum Stillschweigen geraten haben, spricht dafür, dass sie es eh nicht gelesen haben.)
Bis hier hin waren 5! Seiten gefüllt.
Als letztes schrieb also meine Kollegin zurück: "Ja, ich kann nun ihre Sicht nachvollziehen, [EDIT: Mädchen! Halt den Rand und lerne, immerhin machst du den Scheiß schon seit fünf Jahren!] und werde ab jetzt darauf achten, richtig zu dokumentieren [*kicher*]. Herr Turamarth hatte mich auf diesen Punkt hingewiesen und das zeigt für mich, dass die Teilnahme an der EBMT-Meeting durchaus eine positive Wirkung - auch für mich mit sich brachte. [Du dumme aufgeblasene Pute, ich hab auf dem Meeting keine Kurse belegt zum Thema "wie dokumentiere ich richtig" dafür gibt es ja Handbücher!] Bis nächstes Mal. [Arme Administratorin, nun bekommt sie auch noch Drohungen, obwohl sie sich solche Mühe gegeben hatte, sich ausreichend auf ein geistiges Niveau herabzulassen, das bei Hunden dafür sorgen würde, dass sie in die Wohnung kacken.]"

Schade, dass das ganze bestimmt nicht von meinem Prof gelesen worden ist, auch wenn sie eine Festanstellung hat, hätte ich mir gewünscht, dass sich jemand mal mit ihr auseinandersetzt. Denn immerhin gebärdet sie sich bei uns ja als Kapo, als stellvertretende Chefin und als Grand Dame.
Dabei geht ihr aber leider auch noch die Beherrschung von SAbaA ab. (Souveränes Auftreten bei absoluter Ahnungslosigkeit)

Was kann ich nun, nachdem ich mich aufgeregt habe noch sagen?

Meine Oma wird in der Zeit, in der meine Eltern in den Staaten verweilen, weil mein Neffe geboren wird, hier in Heidelberg in die Kurzzeitpflege kommen. Damit ist allen geholfen, und ich kann sie regelmäßig besuchen.

Meine Prüfärztin und ich sind nun auch auf das Du gekommen.

Alles wird gut, nur meine Kollegin, die wird immer noch dümmer.

26.4.12 22:14


Dahoam is dahoam

Nun hab ich den EBMT-Kongress, auf den ich mich Monate gefreut habe, hinter mir.

Es war großartig. Nicht nur, dass die Anreise (und Heimfahrt) an idyllischen Landschaften, Bergen, Seen und kleinen Dörfern vorbeiführte. Auch Genf selbst war ein Erlebnis.
Am Genfer See an einem warmen Abend zu sitzen, die Fontäne zur rechten, vor sich die Alpen und dazu den Sonnenuntergang im Rücken, der die Berge rosa erglühen ließ, den Mond über dem ganzen Schauspiel.
Auch das Kongresszentrum hatte seinen Reiz durch den hervorragenden Ausblick von den Grünflächen davor. Der Flughafen als flache Gebäude und dahinter die schneebedeckten Berggipfel und immer wieder startende Maschinen... das gab ein Gefühl von Urlaub.

Und doch habe ich gearbeitet.
Ich habe viel gelernt, ein paar Kontakte geknüpft, bin nun mit meinem Prüfarzt auf Du und habe ihm erklärt, dass ich gerne bleiben würde, aber die Jahresverträge mich zwingen werden, mich anderweitig zu bewerben.
Mal schauen, wie er den Brocken verarbeitet, denn er meinte schon, er wolle mich auch gerne ganz für das Amyloidosezentrum.

Das wird nun aber schwerer werden, da auch mein Prof, der mir ja die Reise finanziert, mitbekommen hat, dass ich nicht untätig war.
Ich konnte ihm berichten, dass ich den Information Retrieval-Kurs belegt habe, und nun aus der Datenbank der EBMT (European Group for Blood and Marrow Transplantation) unsere Daten aufbereiten und auslesen kann.
Seine Antwort war: "Oh, das ist klasse, bisher haben wir das nicht gemacht, weil das zu kompliziert erschien."

Mal schauen was sich nun entwickelt, aber ich glaube ich habe mir ein paar erholsame Tage bei meinen Eltern über Ostern verdient.

4.4.12 21:38


Des Wahnsinns...?

Nein!

Des Katers fette Beute!

Loki hat heute seine erste Maus gefangen. Und diese hat er uns lebend und unversehrt präsentiert.

Wir haben sie ihm dann gegen Leckerlies und Lobpreisungen eingetauscht und ins Freie gebracht.

Ich denke, er wird, wegen unserer Ablenkungsbetreibungen deshalb auch ein Auge zugedrückt haben.

27.3.12 22:23


Öffentlichkeitsarbeit

Ansich wollte ich die Tage schon längst wieder geschrieben haben...

ich wollte erzählen, wie schön es ist, dass mein Patient, der nun aus der Studie genommen wurde, sich über die Zusammenarbeit so gefreut hat, wie ich.
Dass einfach eine menschliche Ebene da ist, die beiden Seiten gut getan hat.

Ich wollte über meine dumme Kollegin lästern:
Sie hat in speziellen Fällen für die Amerikaner zu dokumentieren, wenn ein Patient allogen transplantiert wurde. Was ja ansich meine Aufgabe ist.
Jedenfalls habe ich dabei festgestellt, dass sie, die ja dank ihrer drei Jahre Erfahrung fehlerfrei ist, (etwas, was ich normal von keinem Menschen erwarte, aber sie gibt sich so) die Krankheit falsch dokumentiert hatte.
Also habe ich ihr einen Ausdruck von MeSH dazugelegt, aber scheinbar sagte ihr der Standardthesaurus für Krankheiten nichts.
Dieser gibt klar vor, welche Krankheit zu welcher Klasse von Krankheiten gehört, vergleichbar der Arten, Klassen und Rassen im Tierreich. Dieses Standardwerk wird weltweit anerkannt und jemand, der dokumentiert, sollte davon wenigstens schon gehört haben.
Jedenfalls hat sie sich damit disqualifiziert, dass sie mich fragte, was sie mit den Unterlagen solle, und als ich ihr erklärte, dass ich denke, dass sie da eine Fehleinschätzung korrigieren müsse, war ihre Antwort: "naja, nicht jetzt, wenn ich Zeit hab."
Nicht meine Baustelle. Aber dann bekam ich einen Tag später von ihr eine Mail weitergeleitet, in der sie tatsächlich den Arzt angeschrieben hatte, dass der Kollege, der die Follow-Ups machen würde (Ja, Meister, ich bin nur dein williger Handlanger!) das wohl anders sähe, als sie.
Sie hat dem Arzt dann auch ein PDF ihrer Dokumentation, nicht aber des Ausdrucks von MeSH mitgeschickt. Er hat geschrieben, dass ihre Einteilung falsch sei, dass es sich aber auch nicht um das handeln würde, was sie mir in den Mund gelegt hatte (und was ich nie behauptet habe).

Ok, wer falsch spielen will, soll ohne mich spielen. Diese intrigante und dabei halt ausnehmend dumme Frau meinte ja auch,... egal.

Ich wollte auch was davon schreiben, wie mein Prof. sich an mich gewendet hat und mich gefragt hat, wie ich darauf käme, welche Fälle myeloablative und welche non-myeloablative konditioniert worden wären. Gab einen Tag Panik, bis sich rausstellte, dass ihm das System ansich nicht passt und ich in seinen Augen nichts hätte "richtig" machen können, wenn ich mich an die Definitionen gehalten hätte, die die Datenbank vorgab. Damit hatte sich der Stress auch erledigt.

 

Aber nein, ich schreibe einfach nur: 

Habe meinen Eltern heute mitgeteilt, dass ich im September heiraten werde.

5.3.12 18:49


Résumé

Mein Patient war heute wieder da, er war, wie immer, einfach ein liebenswerter Mensch.
Er hat das Sammelurin dieses Mal nicht selbst umgefüllt, weil er die Röhrchen nicht zuhause hatte.
Das lag daran, dass entschieden worden war, in Absprache mit ihm, dass die Therapie mit der Studienmedikation beendet wird.
Sie hat ihm nicht geholfen. Es gibt andere, die durch dieses Medikament wirklich Verbesserungen bis zur sogenannten "CR - Komplettremission" also einem Zustand an dem man keine Auswirkungen der Krankheit mehr feststellen kann, erreicht haben.
Er leider nicht. Aber weil er ja nun nur Sammelurin mitbringen konnte, und ich das umfüllen musste, hat er nicht die standard Urinbehälter mitgebracht sondern extra in eine Pet-Flasche umgefüllt, damit ich leichteres Handling damit haben sollte. Seine Frau habe ihm gesagt, er solle so verfahren.

Nächste Woche Montag wird die letzte Abschlussuntersuchung für die Studie durchgeführt, und am Dienstag wird er dann klären, wie es weitergehen wird. Ich drücke ihm von Herzen die Daumen, dass die kommende Therapie hilfreich und nebenwirkungsarm sein wird.

 

Was war heute vor einem Jahr?

Richtig! Mein erster Arbeitstag!
Was in diesem einen Jahr alles passiert ist, ist einfach irre, und ich bin immernoch glücklich und bis über beide Ohren verliebt. Mein Kater hatte wieder eine Schilddrüsenüberfunktion und daraufhin eine Radio-Jod-Therapie. Meine Schwester ist wieder schwanger und ich werde einen Neffen bekommen. Ich bin zwei mal umgezogen. Ich habe meine erste klinische Studie erhalten und meinen ersten Patienten darin betreut. Ich habe eine Arbeit gefunden, in der ich nicht nur wirklich gut bin, sondern die mir auch noch dabei wirklich Spaß macht.

Hatte ich erwähnt, dass meine Monitorin nach dem letzten Besuch in ihrem Bericht schrieb: Keine Abweichungen vom Protokoll gefunden, keine Unregelmäßigkeiten in der Pflege der Dokumente und daraus resultierend als to-Do bis zum nächsten Mal nur vier Punkte, an denen meine Monitore und der Sponsor der Studie arbeiten müssen?

Habe ich erwähnt, dass die Administratorin der Knochenmarkstransplantationsdatenbank für die ich dokumentiere, sich angeboten hat, mir auf dem Kongress in einer ruhigen halben Stunde das Datenbanksystem soweit zu erklären, dass ich die Fortgeschrittenenseminare besuchen kann, da die anderen für mich ja nicht interessant wären?

Es war ein sehr volles Jahr, aber auch ein sehr gutes und ich kann es immernoch nicht glauben.

Meine Freundin hingegen kämpft nun, zu recht, dafür, dass unsere gemeinsame Chefin nicht mehr für sie zuständig sein soll.

Das ist deshalb begründet, da die Dame (ich erwähnte ihre Unfähigkeit hier und da schon mal, genauso wie ich über die ihrer Vertreterin sprach) auf Dauer wirklich gutes und zielgerichtetes auf den eigenen Prüfarzt ausgelegtes Arbeiten zu verhindern trachtet.
Sie meint zum einen, dass damit einfach Aufgaben übernommen würden, für die wir nicht zuständig seien, zum anderen hat sie keine Vorstellung davon, was sinnvoll und notwendig ist.

Aber ich lasse mich hier nicht näher dazu aus, sondern bitte nur darum, dass meinem Schatz die Daumen gedrückt werden, dass sie es schafft, dem Wahnsinn zu entkommen.
Vielleicht fällt dabei noch ein wenig Brosam ab, so dass wir anderen, die diese  Missstände auch erleben, (ich bin aber noch nicht lange genug dabei, um wirklich schon in diesen Krieg einzusteigen, wenn ich nicht von oberster Stelle aufgefordert werde), davon profitieren.

14.2.12 19:51


Oh what a day...

Heute waren wir mal wirklich spät dran, was bedeutete, dass wir erst um 08:05 Uhr die Klinik betraten.
Bis kurz vor neun rannte dem entsprechend die Zeit, denn heute, wie jeden Dienstag, kam mein Patient für die Studie.

Ihm geht es gut, die Krankheit ist weiterhin stabil, alles lief ein wenig verlangsamt, aber effektiv nach Plan.
Ich habe einen Raum besorgt, damit meine Kollegin das EKG schreiben konnte, habe die Blutproben aufbereitet, damit sie versandt werden konnten, und ich habe die schnelle Blutanalyse abholen wollen, damit meine Ärztin mir sagen konnte, dass wir den neuen Zyklus starten können.

Soweit so gut, dachte ich mir, da ich auch gleich noch unseren neuen Kollegen mitgenommen hatte, damit er mal den Studienalltag am Patienten kennenlernen kann.
Das Blutbild ließ noch auf sich warten, daher bin ich wieder die Etage nach unten gegangen und machte mich auf die Suche nach meinem Patienten, damit wir in der Zwischenzeit schon mal ein EKG schreiben könnten. Aber nicht nur er war nicht auffindbar, auch meine Kollegin und das Gerät für die Aufzeichnung waren verschwunden.
Stattdessen war ein anderer Arzt in dem eben noch occupierten Zimmer.
Er würde umgehend Platz machen, wenn er die Knochenmarksbiopsie erledigt hätte.
Auf dem Flur stand ich noch einen Augenblick planlos herum, das Glas Wasser für meinen Patienten schon in der Hand, da sah ich meine Ärztin, wie sie, auch mit einem Glas Wasser bewaffnet, in das nächste Behandlungszimmer huschte.
Dort fand ich auch meinen Patienten, meine Kollegin und mein EKG-Gerät. Die Blutwerte lieferte ich nach.

Meine Ärztin erklärte mir dann freudestrahlend, dass sie mir gestern abend noch eine Studie zugeschustert hätte. (Ich weiß immernoch nicht mehr als das.)

Den Rest des Tages widmete ich mich der normalen Dokumentation, hielt zum Feierabend noch einen kleinen Schnack, und kam so verspätet aus der Klinik.

Wäre nicht so ärgerlich gewesen, wenn mein Schatz nicht heute noch zum Arzt gemusst hätte, und  ich deshalb versprochen hätte, dass ich koche.

Auf dem Weg nach Hause habe ich noch schnell in der Sparkasse einen Kontoauszug gezogen und Geld abgehoben, bin weiter und auf dem Weg Richtung Heimat durch zwei Buchläden getingelt. Mein Vater kommt am Freitag abend und hat Samstag Geburtstag. Neben Geschenken für Ihn stieß ich auf den Herrn der Ringe als Hörbuch, und fachsimpelte noch mit der Verkäuferin, welche Version denn vertont worden wäre.
(Die Neue, somit hatte sich die Überlegung, 79 Euro für den Spaß auszugeben, erledigt.)
Dann wollte ich die Geschenke wegpacken.

Aber mein Rucksack war nicht da.
Panisches Laufen durch die Fußgängerzone: Sparkasse leer, erster Buchladen leer, die Verkäuferin meinte noch "ich dachte, Sie hätten ihn über eine Schulter getragen, als Sie den Laden verließen?" (Wie sich herausstellte, eine reine Schutzbehauptung.)
Wieder in den zweiten Buchladen, wieder zurück zur Sparkasse, nirgends etwas zu finden.
Also bin ich, weil mir die Sache keine Ruhe ließ, mit dem nächsten Bus zur Arbeitsstelle gefahren, und siehe da: dort stand mein Rucksack, still und heimlich auf seinem Platz.

Als ich dann, fertig mit den Nerven, endlich in der Küche stand, kam auch schon mein Schatz heim.
Wir haben uns dann das erste mal gezofft. Denn ich hatte, für den Spannungsbogen, auch bei der Erzählung ihr gegenüber mit meinem Arbeitstag angefangen, und gerade als ich bei dem Punkt war, dass ich das Geschenk für meinen Vater gekauft hätte, platzte ihr der Kragen: Ich solle mich lieber auf die "gerade anbrennende" Essen konzentrieren. ... Woraufhin mir die Hutschnur riss, weil ich ja just in diesem Moment zum Höhepunkt und dem Grund kommen wollte, wieso das Essen noch nicht fertig war.

Inzwischen ist alles geklärt und es tat uns beiden leid. Trotzdem eher ein Tag zum Vergessen.

17.1.12 22:20


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