Einsame Wacht

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Pressefreiheit für Böhmermann

Ich habe lange nichts mehr geschrieben...

 

aber eins muss ich schreiben:

 

Freiheit für Böhmermann!
Dass Deutschland nicht mit Terroristen verhandeln würde, war schon sehr lange eine hohle Worthülse.
Dass wir aber vor einem Diktator, der das Recht seiner Bürger mit Füßen tritt, im eigenen Land den Schwanz einziehen, geht zu weit.

Wenn Erdogan schon selbst Anzeige erstattet gegen Böhmermann, sei das sein gutes Recht, aber dass dann noch sein absurdes Ansinnen wegen Majästätsbeleidigung auf Betreiben der Regierung ein zweites Verfahren zu eröffnen, von Mutti durchgewunken wird, ist blanker Hohn.

Ich möchte in einem aufgeklärten westlichorientierten Land leben, wie es mir in meiner Kindheit versprochen wurde.

(und ja, ich weiß, dass westlich und orientiert nicht zusammenpassen kann,... aber westlichokzidentiert ist halt nicht in unserem Sprachgebrauch)

15.4.16 20:30


Nu isses passiert...

Am Freitag Morgen bin ich um 09:00 Uhr mit Tante Ille (eine der zwei Tanten der Braut) in die Stadt gefahren und habe die vorbestellten Blumen abgeholt.

Danach habe ich mich aufgehübscht, den schönen Anzug angezogen, den ich bei mir im Schrank gefunden hatte... (inzwischen hat sich herausgestellt, dass dies einer der Anzüge meines Großonkels, Onkel Bruno, gewesen ist); Aber leider passte kein Gürtel, also habe ich mir noch einen von meiner Schwiegermama geliehen, denn meine Gürtel waren alle zu breit für die kleinen Laschen.

Dann traf die zweite Tante meiner Braut ein, so dass wir mit Braut, Brautmutter und beiden Tanten von hier aus zum Standesamt fahren konnten.
Ein Highlite der Trauung kam dann sofort, denn wir durften in der Altstadt vor dem Rathaus mit Sondergenehmigung parken (aber ich glaube, das kann nur eine gebürtige Heidelbergerin wirklich schätzen).

Meine Eltern und meine Oma warteten schon auf dem Marktplatz vor dem Eingang. Nach der Begrüßungsrunde haben meine Braut und ich die Formalitäten im Sekretariat geklärt. Beim Rausgehen fiel ihr dann auf, dass die Schnürung ihres Schuhs sich gelöst hatte. Was sie zu dem Kommentar veranlasste: "Beim nächsten Mal... Ach nee, gibt ja kein nächstes Mal!" (Sie wollte die Schuhe sonst erst einen Tag einlaufen).

Bevor wir aufgerufen wurden trafen dann zwei unserer liebsten Kolleginnen ein, brachten noch einen mit Blumen geschmückten Bilderrahmen mit und die besten Wünsche aus der Klinik. So waren wir mit Fotografieren abgelenkt, bis wir aufgerufen wurden.
Eine der ältesten Freundinnen meiner Braut kam auch noch vorbeigeschlichen und war sichtlich gerührt. Sie hat sich dann nicht getraut mit uns in den Trausaal zu kommen und musste noch schnell hinzugeholt werden, als auffiel, dass sie sich drücken wollte.

Der Standesbeamte war witzig und freundlich und hat die Zeremonie sehr schön gestaltet, keiner hat etwas falsches gesagt, aber "...der rede jetzt oder schweige für immer" wird ja vorab auch nicht mehr gefragt.

Danach sind wir im Familienkreis essen gefahren, haben eine wunderschöne Feier gehabt; intim, ruhig und herzlich.

So konnten wir beide mit allen Gästen das Ereignis genießen.
Aber keine Angst, wir werden noch so manches Mal mit unseren Gästen nachträglich darauf anstoßen.

23.9.12 18:16


50% Rückerstattung?! -- Das Leben in vollen Zügen genießen!

Sehr geehrte Damen und Herren,

vielen Dank für die tollen Erlebnisse, von denen ich Ihnen nun gerne im Einzelnen berichten möchte:


Ich war am Wochenende in Osnabrück (das ist von Heidelberg aus schon eine gewisse Fahrtstrecke, in Zahlen: Netto-Fahrzeit mit der Deutschen Bahn 4:56 h, wenn man nicht umsteigen will).

Die Hinfahrt gestaltete sich ereignisarm, und so war ich mit nur 30 Minuten Verspätung in diesem Sinne pünktlich am Zielort.

Nach diesem Wochenende, wollte ich dann wieder mit einem IC der von Osnabrück HBF direkt nach Heidelberg HBF fahren sollte, planmäßig um 14:37 Uhr fahren. Als der Zug dann gegen 14:50 schon in den Bahnhof einfuhr, wurde darauf hingewiesen, dass Teile der Wagen nicht genutzt werden dürften, weil die Klimaanlage nicht funktioniere.

Ich hatte mir doch extra einen IC ausgesucht, da man diese Probleme bis dato nur von ICEs kannte!
Nun gut, das System hatte mich das erste, aber an diesem Tag noch nicht das letzte Mal, geschlagen.

Frohgemutes und mit drei Litern Wasser ausgestattet betrat ich das Großraumabteil, fand einen Platz, der „ggf. reserviert“ war, und hatte Glück, dass es dieses Mal nicht gegebenenfalls war.
Kurze Zeit später, es war sehr warm im Abteil, kam der Zugbegleiter und verteilte Gratis-Wasser (0,5l) an die Reisenden, da kostenloses Wasser billiger ist, als synkopierende Reisende. Die freundliche Mitreisende neben mir, die auch vorgesorgt hatte und nur ins Ruhrgebiet wollte, hat mir ihr Wasser dann auch noch überlassen.
In Dortmund war dann das Ende der Reise (wenigstens für diesen Zug) erreicht. Die Informationspolitik kann man nur als bescheiden bezeichnen. Da ich den Schaffner aus seinem Dienstabteil heraus hören konnte, wusste ich eine viertel Stunde vor Dortmund, dass der Zug dort enden würde, meine Mitreisenden erfuhren es dann über den Lautsprecher bei der Einfahrt in den Bahnhof.

Was nun? Ah, ein ICE würde nach Mannheim fahren, jedenfalls war ihm dieses hehre Ziel gesetzt worden, und ich hoffe, er hat es noch erreicht. Mich beförderte dieser Zug immerhin bis Köln HBF. Die Zugbegleiterin, die im Wagen des Bordbistros neben mir zusammenklappte, hatte dann hoffentlich ihr Reiseziel erreicht. Ich jedenfalls habe meinen Wasservorrat dort nochmals um zwei Liter aufgestockt, da ich die ersten vier Liter schon fast vollständig getrunken hatte (und ich habe keine Toilette gebraucht, da die Klimaanlagen auch hier wieder für ein wohliges Gefühl gesorgt haben, wie es die Brathähnchen, die fröhlich am Spieße brutzeln, wohl auch empfinden). … über 8 Euro für zwei Liter Wasser... ich habe von Etablissements gehört, wo das noch ein Spottpreis sein soll, …

Eine schöne Stadt, aber kein schöner Bahnhof. Es war jedoch sehr bunt dort, denn das Gamescom war zu Ende. Die Deutsche Bahn hatte Kombi-Tickets angeboten, also Eintritt und Nahverkehr in einem. Da aber scheinbar an diesem Sonntag alle Götter der Fernreisen frei hatten oder nur Schabernack trieben, waren unzählige arme Menschen gestrandet. Der ICE würde nicht weiterfahren, bis die Fahrgäste, die nicht das Glück eines Sitzplatzes hätten, ausgestiegen seien.

Ich bin also mangels des geforderten Sitzplatzes ausgestiegen.

Die nächste Verbindung nach Mannheim wurde als IC angezeigt, dieser hatte, laut Plantafel 20 Minuten Verspätung, also gerade noch erreichbar mit einem kleinen Spurt und waghalsigen Sprüngen über liegendes Gepäck und sitzende Menschen. Ich habe das Gleis passend erreicht, ich hätte mir sogar Zeit lassen können!
Denn erstens hat dieser Zug insgesamt, bis Köln über 70 Minuten Verspätung angesammelt, und zweitens endete auch er dort, vielleicht um noch ein paar Menschen zu diesem spontanen Flash-Mob zu bringen.

Also bin ich dann mit dem nächsten ICE in Richtung Frankfurt gefahren. Ich habe einen Platz ergattert, weil die Reservierungen inzwischen für diesen Zug aufgehoben worden waren, und weil ich das Glück hatte, dass vor mir die erste Klasse hielt.

Neben mir saß eine junge Dame, mit deren Zustimmung wir der etwa zwanzigjährigen Australierin, die leider nur vier Stunden eingeplant hatte, um nach Frankfurt zu kommen und ihren Flieger in die Heimat zu erreichen, halfen, indem wir unsere zwei Plätze zu dritt teilten; ihr halfen, ihre Fluggesellschaft zu kontaktieren und über das Handy der Mitreisenden schon mal online für ihren Flug einzuchecken.

Ich konnte den Kapitän dieses ICEs sehr gut verstehen, der sagte, er könne nicht weiterfahren, solange in den drei Wagen, in denen die Klimaanlage (nein, kein Déjà-vu) nicht funktioniere, Personen säßen, bzw. in den anderen Wagen Fahrgäste in den Gängen stünden. Vierzig Minuten später konnte er dann losgefahren. Ich hoffe, die Australierin hat ihren Flieger bekommen, wir waren ja auch schon um 21:07 Uhr in Frankfurt Flughafen, und ihr Flug ging erst um 22:10 Uhr. - Habe ich übrigens schon erwähnt, dass ich unter normalen Umständen zu diesem Zeitpunkt schon seit anderthalb Stunden zuhause gewesen wäre (Fahrt vom Bahnhof zum Haus nicht mitgerechnet)?
In Frankfurt(Main) HBF habe ich dann einen Zug nach Heidelberg bekommen. Dieser kam nicht, wie geplant, um 21:50 in Frankfurt an (Abfahrt 21:55), sondern hatte 20 Minuten Verspätung, dafür fuhr er auch nicht gleich los, sondern musste erst noch die Lok wechseln, was weitere Zeit in Anspruch nahm.

So kam ich um 23:20 Uhr in Heidelberg an.
Ich bin dann zum Info-Point gegangen, um mir auf dem Ticket bestätigen zu lassen, wann ich nun angekommen war.
Die Frau hatte bestimmt auch schon nicht den leichtesten Tag hinter sich, und nachdem sie gerechnet hatte: „19:30... 20:30... 21:30... 23:30... also 2 Stunden!“ brauchte sie nur einen kurzen Blick auf mein entgeistertes Gesicht, um zu versichern, dass es über zwei Stunden keinen Unterschied mehr mache, wie lange man fahre.


Vielleicht mag dies nach Ihren AGB so sein.

Ich möchte auch nicht mein Taxi-Geld für die restliche Reise, weil ich um diese Uhrzeit nicht mehr von meiner Lebensgefährtin, die am nächsten Tag arbeiten musste (so wie ich auch), abgeholt werden konnte. Ich möchte auch nicht ausführen, wie hoch die Zusatzkosten für weitere Reiseverpflegung (fast ausschließlich Wasser und ein wenig Proviant) waren, aber ich bitte Sie inständig, noch einmal in sich zu gehen, und darüber nachzudenken, ob eine Sauna-Zugfahrt mit annähernd vier Stunden Verspätung bei fünf Stunden regulärer Fahrzeit nicht am besten komplett zurückerstattet werden sollte, damit beide Seiten wohlwollend den Mantel des Schweigens über diese Odyssee ausbreiten können, wie es Ihre Pressestelle offensichtlich auch versucht, da dieses Desaster schon nicht mehr von den Medien (Tagesschau/Tagesschau online) gemeldet wird.


Vielen Dank für Ihre Rückmeldung, anbei die von Ihnen geforderten Unterlagen,

mit freundlichen Grüßen,

21.8.12 20:00


Ein Angebot, das ich nicht ablehnen kann

Freitag Morgen habe ich wieder zuerst meine Mails gechecked.
Meine Ärztin hatte bei mehreren Themen zu Studien, die mich betreffen dafür gesorgt, dass ich im carbon copy stehe.

"Alles klar" hier und "so nicht!" dort... und als letzte Mail dann "wir werden heute nachmittag mit ihm reden." ?
Der Verlauf gab mir dann Aufschluß:


Ich wurde gebeten zum 31.10.2012 zu kündigen.

Damit ich danach zum 01.11.2012 wieder eingestellt, und über einen anderen Topf bezahlt werden kann, ohne durch diesen Wechsel das Recht auf eine Festanstellung einklagen zu können.
Dafür bieten sie mir einen Drei-Jahres-Vertrag an, mit der mündlichen Ansage, dass das Klinikum schon eingewilligt hat, bei wegfallen dieser Förder-Quelle für ein Jahr danach auch noch einen Vertrag für mich bereit zu halten.

Das ist ein großartiges Angebot, denn ich habe Kolleginnen, die seit fünf Jahren mit Ein-Jahres-Verträgen in der Abteilung arbeiten; und ich bin noch nicht ganz anderthalb Jahre da.

Ich habe mir Bedenkzeit ausgebeten und werde morgen noch ein Telefonat mit meinem ehemaligen Schulleiter führen. Aber da die Abteilung dieses Jahr wegen unvorhersehbarer Komplikationen nicht so viel transplantieren konnte, wie es geplant war, wird eben auch das andere Geld knapp werden und eine neue Kostenübernahmeerklärung für Festanstellungen wird der oberste Chef aktuell nicht unterschreiben können.

Ich freue mich riesig über dieses Angebot, denn es ist eine wirklich tolle Anerkennung meiner Leistungen. 

28.7.12 19:45


Wir haben Loki am Hang beerdigt, zwischen zwei Wurzeln mit einem Ilex, der über seinem Körper thront.
Da der Teil des Gartens der Wildnis anheim gefallen ist, haben wir das grab mit Steinen gesichert. Gestern haben wir dann nocheinmal am Grab Abschied genommen. Die Welt ist leerer geworden, aber die Erinnerungen werden die schönste Perle der Melancholie in mein Herz pflanzen, wenn ich es verarbeitet haben werde.
Mein Loki, wo immer Du jetzt bist, lass es Dir gut ergehen. Fang Himmelsmäuse und eines Tages werden wir uns wiedersehen.
20.6.12 10:43


Der Letzte Drachentöter

Heute starb Loki in meinen Armen.

Um 08:05 Uhr mussten wir ihn einschläfern lassen, weil er ein terminales Nierenversagen hatte.
Er wird immer in meinem Herzen weiterleben. Der große Jäger, der schon als Stubenkater sich seinen Kaffee mit Milch jagte, als er noch ein Kitten war.
Loki, der Topfschwämme als Zuneigungsbeweis vor das Bett meiner Mitbewohnerin legte. Der Bezwinger des großen schwarzen Gips-Drachen, dem er nicht nur ein Horn abbiss, sondern den er auch fliegen ließ und ihm damit die Flügel brach.

Mein Gefährte für 12 Jahre, in den größten Notzeiten in den schwärzesten Momenten meines Lebens, saß er auf meinem Schoß und hat mich bewacht.

Und selbst als blinder alter Herr wurde er noch zum echten Freigänger, eroberte sich den Garten, legte sich mit den Nachbarsdackeln an und fing sogar Mäuse.

Loki hat mich das letzte Drittel meines bisherigen Lebens begleitet. Jeden Umzug hat er überstanden, jede neue Situation mit stoischem Gleichmut hingenommen, um bei mir zu sein.


Ich werde Dich vermissen, mein Gefährte, mein Freund, mein Bruder.

18.6.12 11:32


SMS 16:21 Uhr von meiner Mutter

Junge gesund. 3,500 kg ca.50cm Mutter wohlauf aber noch nicht ansprechbar, mehr später.

 

Somit bin ich zum zweiten Mal Onkel geworden! Einen Namen hat der neue Erdenbürger noch nicht, aber allen geht es gut, erste Bilder erhalte ich heute nacht.

 In der Zwischenzeit ist meine Oma, die auf die Pflege meiner Mutter angewiesen wäre, in der Kurzzeitpflege hier in HD. Tägliche Besuche erfreuen alle Beteiligten, und ich genieße es, mal wieder regelmäßig im Scrabble zu verlieren.

31.5.12 20:16


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